Meine Leidenschaft für die Endoskopie hat mir die Möglichkeit gegeben, von Größen wie Dr. Uwe Willi und Dr. Burmeister zu lernen. Darüber hinaus praktiziere ich seit 2019 eine Methode der Endoskopie, die sogenannte Wasserkoloskopie.
Dieses ist eine Methode, die von japanischen Medizinern entwickelt wurde und seitdem von Dr. Binnemöller aus den USA propagiert wird.
Bei dieser Methode wird der gesamte Dickdarm mit Wasser gefüllt.
Der größte Teil der Schlaufe im Darm wird geglättet, wodurch die Untersuchung für den Patienten angenehmer gestaltet werden kann.
Das Wasser wirkt wie eine Lupe und ermöglicht eine deutlich bessere Sicht auf die Darmschleimhaut.
Die Polypektomie kann sehr schnell erfolgen, da die meisten Polypen im Wasser schwimmen.
Weitere Informationen zu dieser besonderen Methode finden Sie in folgendem Video.
Eine Darmspiegelung, oder auch Koloskopie genannt, ist eine Dickdarmuntersuchung. Bei dieser Untersuchung kontrolliert der Arzt die Schleimhaut des Darmes auf mögliche krankhafte Veränderungen.
Dabei werden der gesamte Dickdarm sowie der Enddarm untersucht. Dieser Artikel bietet Ihnen eine ausführliche Übersicht über die Vorbereitung, den Ablauf und die Dauer sowie die möglichen Kosten einer Darmspiegelung.
Die Darmspiegelung – oder auch Koloskopie – genannt, gehört zu den wichtigsten Maßnahmen der Darmkrebsvorsorge. Aber auch bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung werden regelmäßig Darmspiegelungen durchgeführt.
Mit Hilfe eines speziellen Instruments, auch Koloskop genannt, kann der Arzt den Dickdarm oder auch Teile des Dünndarms von innen betrachten und eventuelle krankhafte Veränderungen und Wucherungen erkennen.
Ein Koloskop ist ein etwa 1,5 Meter langer, fingerdicker und biegsamer Schlauch, der während der Untersuchung über den Anus in den Darm eingeführt wird. An seiner Spitze befinden sich eine Lichtquelle und eine kleine Kamera.
Bei Bedarf lassen sich während der Darmspiegelung direkt medizinische Eingriffe durchführen. Durch die Instrumente am Koloskop kann der Arzt Gewebeproben entnehmen oder auch Darmpolypen abtragen.
Mit dieser Methodik kann die Entwicklung einer Krebserkrankung bereits in ihren Vorstufen erkannt und folglich verhindert werden. Daher reduzieren regelmäßige Darmspiegelungen das Darmkrebsrisiko enorm.
Die Untersuchung ist im Normalfall nicht mit Schmerzen verbunden, jedoch haben viele Patienten Angst vor der Untersuchung oder schämen sich. Da die Untersuchung jedoch in der Krebserkennung so enorm wichtig ist, sollten Arzt und Patient offen über alles sprechen.
Eine Darmspiegelung gilt als die genauste Methode, um Darmerkrankungen festzustellen. Da der Arzt mit dem Verfahren die Darmschleimhaut genau betrachten kann, ist es möglich, dass verdächtige Stellen entdeckt werden.
Diese können dann in Form einer Gewebeprobe dem Darm entnommen und infolgedessen analysiert werden, ob es sich möglicherweise um einen Darmkrebs handelt.
Außerdem können während einer Darmspiegelung Polypen beseitigt werden. Das sind zwar gutartige Wucherungen, jedoch können aus ihnen Kolonkarzinome entstehen.
Veränderungen und mögliche Vorstufen können frühzeitig erkannt werden.
Auffällige Stellen können direkt untersucht werden.
Polypen können während der Untersuchung entfernt werden.
Die Untersuchung erfolgt ohne zusätzliche Strahlenbelastung.
Häufig wird eine Darmspiegelung lediglich als Vorsorgeuntersuchung oder auch als Diagnose und Therapie bei bereits existenten Beschwerden gemacht.
Vor allem in der Darmkrebsfrüherkennung hat eine Darmspiegelung großen Wert, da sie die erfolgreichste Diagnostikmethode hierfür ist.
Auch bei weiteren chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten ist eine Koloskopie nützlich. Hat ein Patient beispielsweise ungeklärte abdominale Beschwerden, empfiehlt sich ebenfalls eine Darmspiegelung.
Zusätzlich kann eine Darmspiegelung auch als therapeutische Maßnahme eingesetzt werden. Zum Beispiel kann ein Arzt während einer Darmspiegelung Darmpolypen direkt abtragen, sodass der Patient keinen weiteren chirurgischen Eingriff mehr benötigt.
Eine Darmspiegelung wird in verschiedenen Situationen aus ärztlicher Sicht empfohlen und als Notwendigkeit gesehen.
Ab dem 55. Lebensjahr wird eine Koloskopie in der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchung alle zehn Jahre empfohlen – die entstehenden Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.
Gibt es in der Familie jedoch Darmkrebsfälle, empfiehlt man eine frühere Darmspiegelung. Hier sollte sie ab einem Alter von 40 bis 45 Jahren durchgeführt werden.
Ein anderer Richtwert in diesem Fall ist das früheste Krebserkrankungsalter in der Familie minus 10 Jahre.
Außerdem gibt es erbliche Tumorerkrankungen, die das Risiko für Darmkrebs erhöhen. Hierzu zählen die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) oder das hereditäre, aber nicht polypöse Kolonkarzinom-Syndrom (HNPCC).
Besteht ein Verdacht auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder sind diese bereits bekannt, wird eine Koloskopie ebenfalls durchgeführt.
Während der Darmspiegelung lassen sich nicht nur Tumore, sondern auch Tumorvorstufen und weitere Schädigungen der Darmschleimhaut feststellen.
Spezialisten für die Koloskopie sind Gastroenterologen. Jedoch führen auch Internisten diese durch.
Das ärztliche Fachgebiet der Gastroenterologie ist der ärztlichen Fachrichtung der Inneren Medizin zugeordnet. Fachärzte in diesem Gebiet sind Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie.
Das Fachgebiet der Gastroenterologie befasst sich insbesondere mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie damit in Verbindung stehenden Organen wie Gallenblase und Leber.
Der behandelnde Arzt benötigt eine Zusatzausbildung, um eine Darmspiegelung machen zu dürfen. Damit ein hoher Qualitätsstandard der Untersuchung gewährleistet ist, ist es wichtig, dass der Arzt eine Mindestanzahl von Koloskopien pro Jahr durchführt.
Eine Darmspiegelung wird in der Regel ambulant in einer Facharztpraxis oder einer dafür spezialisierten Klinik durchgeführt, denn ein Aufenthalt im Krankenhaus ist nur in seltenen Fällen nötig.
Einige Tage vor der eigentlichen Untersuchung findet ein ausführliches Vorgespräch statt. Patienten, die Medikamente einnehmen, sollten ihren Arzt darüber informieren.
Zur Darmreinigung wird ein Abführmittel verabreicht, das zum Beispiel die Wirkung von Verhütungsmitteln beeinflussen kann. Blutverdünnende Mittel müssen vor der Darmspiegelung meist abgesetzt werden, da sie das Blutungsrisiko steigern.
Vor der Koloskopie muss der Darm in einem entleerten Zustand sein, denn nur so kann der Arzt den Darm zuverlässig beurteilen.
Die Ernährung wird vor der Untersuchung entsprechend angepasst und reduziert.
Die eigentliche Darmreinigung erfolgt mit Hilfe geeigneter Abführmittel.
Etwa drei Tage vor der Untersuchung sollten Patienten keine körnerhaltigen Lebensmittel mehr verzehren. Dazu gehören auch körnerhaltige Früchte wie beispielsweise Beeren oder Kiwis.
24 Stunden vor der Untersuchung sollte darauf geachtet werden, keine schwer verdaulichen oder blähenden Lebensmittel zu sich zu nehmen.
Dazu gehören auch körnerhaltige Früchte wie Beeren oder Kiwis.
Keine schwer verdaulichen oder blähenden Lebensmittel.
Viel Flüssigkeit in Form von Wasser, Tee oder Brühe hilft dabei, den Darm zu spülen.
Am Vortag der Darmspiegelung dürfen die Patienten ein leicht verdauliches Frühstück zu sich nehmen, anschließend sollten sie auf feste Nahrung verzichten.
Am Nachmittag oder Abend sowie am Morgen direkt vor der Untersuchung nimmt der Patient ein Abführmittel ein, das den Darm vollständig entleert.
Im zweiten Schritt der Darmreinigung nimmt der Patient ein Abführmittel ein, sodass der Darm vollständig entleert werden kann.
Am Nachmittag oder am Abend vor der Untersuchung beginnt die Einnahme des Abführmittels. Die abführende Lösung beginnt den Darm vollständig zu entleeren.
Von der Lösung muss der Patient in kurzer Zeit 1 bis 2 Liter trinken. Bereits über Nacht muss mit einem vermehrten Stuhlgang gerechnet werden.
Am nächsten Morgen wiederholt sich diese Maßnahme und der Stuhl sollte nun eine klare oder leicht bräunliche Flüssigkeit sein.
Hat die Darmreinigung nicht komplett funktioniert, muss der Arzt vor der Untersuchung darüber informiert werden. Ein zusätzlicher Einlauf wird dann verwendet, um den Darm zu leeren und zu reinigen.
Die Entscheidung, ob ein Patient eine Darmspiegelung mit oder ohne Sedierung durchführen lassen möchte, bleibt dem Patienten selbst überlassen.
Während einer Sedierung wird der Patient mithilfe von Medikamenten schläfrig und benommen gemacht.
Eine Sedierung in Form eines Betäubungsmittels, sprich Anästhetikum, wird kurz vor der Untersuchung mithilfe eines venösen Zugangs verabreicht.
Der Patient erliegt noch keiner Narkose, aber bekommt nicht alles um sich herum mit. Das Nervensystem fährt herunter und die Reaktionsfähigkeit nimmt ab.
Entscheiden sich Patienten für eine kurze Betäubung, sollte eine Begleitperson dabei sein, da die Reaktionsfähigkeit danach noch sehr eingeschränkt sein kann.
Bevor eine Darmspiegelung stattfindet, wird der Patient in einem persönlichen Vorgespräch über die Vorbereitung und den Ablauf der Untersuchung informiert.
Hier werden auch bereits bestehende Erkrankungen, bestimmte Medikamente, die eingenommen werden, und weitere Faktoren, die zu berücksichtigen sind, abgefragt.
Aufklärung über Vorbereitung und Ablauf.
Untersuchung in Seitenlage mit dem Koloskop.
Bei Auffälligkeiten können Gewebeproben entnommen werden.
Polypen können während der Untersuchung entfernt werden.
Für eine bessere Sicht wird der Darm dabei mit etwas Luft oder Kohlendioxid aufgeblasen. Die Darmwände entfalten sich daraufhin und kleine Veränderungen der Schleimhaut sind leichter wahrnehmbar.
Über einen Monitor kann der Mediziner nun den Zustand der Darmwand beurteilen. Weist die Darmwand Auffälligkeiten auf, kann der Arzt mittels einer kleinen Zange Gewebeproben entnehmen.
Polypen lassen sich während der Untersuchung mittels einer Schlinge komplett entfernen.
Nach maximal 30 Minuten ist die Untersuchung bereits vorbei und der Patient hat die Möglichkeit sich noch etwas auszuruhen.
Für den gesamten Termin sollten Sie inklusive Vorgespräch, Vorbereitung und gegebenenfalls Nachbesprechung etwa 2 Stunden einplanen.
Nach der Darmspiegelung entfernt der Arzt den Schlauch aus dem After. Der Patient darf jetzt sofort wieder nach Hause und auch direkt wieder essen.
Wurde dem Patienten ein Beruhigungsmittel verabreicht, kann er allerdings noch nicht am Straßenverkehr teilnehmen und sollte sich nach Hause begleiten lassen.
In der Regel ist eine Darmspiegelung nicht mit Schmerzen verbunden. Sie kann jedoch bei einigen Bewegungen des Endoskops als unangenehm empfunden werden.
Eine Darmspiegelung ist ein einfacher und sicherer Eingriff. Es kommt daher nur sehr selten zu Komplikationen.
Da der Darm für die Untersuchung mit Luft geweitet wird, klagen viele Patienten gelegentlich über leichte Schmerzen im Bauch oder Blähungen.
Manchmal kann es bei der Gewebeprobenentnahme oder bei der Polypenentfernung zu leichten Blutungen kommen.
0,3 % der FälleDie Wahrscheinlichkeit für einen Darmdurchbruch, oder auch Perforation genannt, ist sehr gering.
0,06 % der FälleEs kann zu einer allergischen Reaktion aufgrund der verabreichten Beruhigungsmittel kommen.
Durch das Beruhigungsmittel können Schwindel oder vorübergehende Kreislaufprobleme auftreten.
Nach einer Darmspiegelung darf man wieder ganz normal essen und trinken. Manchmal braucht die Verdauung jedoch einige Tage, bis sie sich wieder eingependelt hat.
Bei einer Sedierung wird empfohlen, dass ein Patient noch etwa 30 bis 60 Minuten in der Praxis beziehungsweise Klinik bleibt.
Sofern eine Sedierung oder eine Vollnarkose verwendet wurde, ist die aktive Teilnahme am Straßenverkehr zunächst nicht erlaubt.
In den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff ist das Autofahren und Fahrradfahren untersagt.
Bei Fragen zur Vorbereitung, zu Medikamenten, zur Sedierung oder zum Ablauf der Untersuchung wenden Sie sich bitte an unsere Praxis.